Never Underestimate The Influence Of Two Bedroom Apartment New York | two bedroom apartment new york

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Roz Chast hatte ein Problem. Seit zwei Jahrzehnten lebte sie mit ihrer Familie außerhalb von New York, in einem kleinen Ort in Connecticut, ihre Kinder waren dort aufgewachsen, umgeben von Wiesen und Wäldern, alles recht gemächlich und überschaubar. Doch nun sollte ihre Tochter Nina aufs College in die Stadt, und da gab es einiges zu erklären.

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Erst dachte Chast, eine der bekanntesten Cartoonistinnen in deren Olymp, dem New Yorker, das ginge ganz einfach in ein paar Gesprächen. “Ich sagte ihr, Manhattan hat einen Straßenplan wie ein Gitter, und sie schaute mich an und fragte: wieso Gitter?” Daraufhin zeichnete Chast die nummerierten Straßen und die senkrecht zu ihnen verlaufenden Avenues und zeigte ihr, wie einfach es ist, sich zurechtzufinden. “Wenn du zum Beispiel auf der 43. Straße bist und willst auf die 46., dann gehst du einfach drei Häuserblöcke nach oben. Und sie schaute mich an und fragte: Was ist ein Häuserblock? Da wurde mir klar, dass wir einiges an Arbeit vor uns hatten.”

Die Arbeit war zunächst nur ein kleiner handgefertigter Führer für Nina, 16 Seiten mit den Basics: was East und West im Straßengitter bedeuten und Uptown und Downtown in der U-Bahn, wo der East River ist und wo der Hudson und überhaupt, wie man von A nach B kommt. Grundsätzliches also, und Nina hatte das Büchlein im Rucksack dabei und kam bald problemlos von A nach B.

Für Roz Chast aber begann die wirkliche Arbeit erst jetzt. Denn sie hatte Feuer gefangen. Sie stellte fest, dass es für die überdokumentierte Metropole Manhattan zwar hunderte Guides gibt, welche die sowieso offensichtlichen Sehenswürdigkeiten, die angeblich angesagtesten Lokale und verwegensten Boutiquen auflisten – aber keine Gebrauchsanweisung, wie man die Stadt diesseits der Touristenziele erfahren kann.

Da war, wenn man so will, eine Marktlücke. Da war aber vor allem ein persönliches Anliegen, das Bedürfnis, etwas auszudrücken, was tief in ihr drinsteckt. “Ich liebe diese Stadt so sehr”, sagt sie. “Es ist wie mit einer Speise, einem Film, einer Person, die man liebt: Man möchte sie anderen vorstellen.” Sie weiß, es klingt kitschig – “corny” -, aber so sei es für sie, sie möchte, dass nicht nur Nina, sondern möglichst viele Leute Manhattan schätzen lernen. Es sei, sagt sie ganz unumwunden, eine Liebeserklärung.

A Love Letter to New York, so heißt das Buch im Untertitel, das Roz Chast im Oktober veröffentlichte. (Wie viele, die “New York” oder “die City” sagen, meint sie Manhattan, den Stadtteil, der längst als abgehobene, angepasste Spielweise der Reichen und Touristen gilt, aber immer noch Spielraum für radikal Anderes hat.) Going Into Town ist der Titel des Bandes. “In die Stadt fahren” deswegen, weil die Eltern das so nannten, wenn sie sich mit der kleinen Rosalind von Brooklyn nach Manhattan wagten, auf die Insel, die für die Tochter lange Zeit ein Traum blieb.

Nun hat sie eine Zweitwohnung dort. Fast wöchentlich kommt sie für ein, zwei Tage mit dem Zug hierher (sie hasst Autofahren, ein Grund, warum sie nicht so gerne in Connecticut lebt). Der Blick, mit dem sie uns Manhattan vorstellt, ist der einer Liebenden, die sich darüber wundert, wie seltsam die Stadt ist, verrückt und großartig da, zum Fürchten dort.

Das Buch besteht aus einer Abfolge von Cartoons, Comics, Fotos und handgeschriebenen Texten, die sich in neun Kapiteln auf den Weg durch die Stadt machen, von Let’s Start Here bis Final Stop, mit Subway, Flora & Fauna, Mietproblemen und vielem anderem dazwischen.

Chast zeichnet etwa eine Reihe von schmalbrüstigen Häusern voller kurioser Geschäfte und Werbetafeln: Eislaufzubehör, Bauchrednerschule, Messingpolierergewerkschaft, Perücken, “Cheesehaus”, Pelze und Pizza – nebeneinander auf wenigen Metern. Das alles in der Metropole des Mammons? Aber ja, wenn man einen geschärften Blick hat wie Roz Chast und nur ein wenig nachlegt.

Wenn wir schon bei Schildern sind in dieser Welthauptstadt der visuellen Kommunikation und der ethnischen Crossovers: Bei Chast nennen sich die Lokale Señor Hitachi, Eat like a caveman, Ask about our Sushi Tacos und Some call it French.

Sie zeichnet eine Wasserwanze auf der Straße, groß wie ein Dackel, und die Reaktion einer Passantin: “What the …”. Das Insekt “ging die 14. Straße entlang wie jeder andere Fußgänger”, beschreibt Chast, was sie da gesehen hat.

Sie hat einige der in New York allgegenwärtigen und manchmal sehr merkwürdigen Hydranten fotografiert (auf Instagram kann man diese ihre Vorliebe übrigens mitverfolgen); zwei, die voneinander abgewandt dastehen, hat sie gezeichnet: “Was hab ich denn gemacht?” “Halt die Klappe. Ich red’ nicht mit dir.”

Sie stellt auch, wie gesagt, Manhattan als leicht erlernbares Straßengitter dar – bis auf alles unterhalb der 14. Straße, im alten Teil bis ganz unten, wo es einst Nieuw Amsterdam hieß. Da gibt es in ihrer phobischen Fantasie dann Straßen, die heißen Old Lost Highway, Don’t Ask Me Lane, 9999th Street oder No Hope Avenue. Übertrieben? Nicht, wenn man selbst spätnachts aus einer U-Bahn-Station herauskommt und keine Ahnung hat, wo irgendetwas ist, geschweige denn das geordnete Ost-West-Gitter.

So zeichnet sich Chast durch den Wirrwarr dieser Stadt. Sie verknüpft vergleichsweise nüchterne Empfehlungen, die man New-York-Besuchern ans Herz legen möchte, mit ganz Persönlichem am Rande. Die verwunderten Fragen ihrer Kinder bei frühen Besuchen zum Beispiel: “Was sind denn das für West-Side-Story-Dinger an den Häusern?” Antwort: “Feuerleitern.” “Was riecht denn da?” “Ich weiß nicht. Gehen wir einfach weiter.”

Sie setzt sich gelegentlich selbst ins Bild. Im wirklichen Leben ist sie um einiges attraktiver als die kleine Frau mit Brillen und strohblondem Haar, die verloren durch die Häuserschluchten stakst. Doch so sieht sie sich und bezeichnet sich als ängstliche Zweckpessimistin. Als Kind schien es ihr nicht bestimmt, ein anderes als dieses banale Leben in Brooklyn zu führen. “Ich hatte einen Onkel, der sagte: Glaubst du, die Welt schuldet dir was?! Ich träumte, dass ich mal eine Löwenbändigerin sein könnte, und er sagte: Spinnst du? Arbeite was, statt vom Löwenbändigen zu fantasieren!”

An ihrer Fantasie, vom Cartoonzeichnen leben zu können, hielt sie immerhin fest. Trotz ihrer Ängstlichkeit, ihrer Phobien und ihrer, wie sie sagt, “Unfähigkeit, mit Leuten in Kontakt zu kommen”, schaffte sie es, als 14-Jährige einen Zeichenkurs in Manhattan zu besuchen. Das sieht sie als ihre erste Befreiung.

Die zweite kam, nachdem sie die Rhode Island School of Design absolviert hatte (“nicht gerade gute Erinnerungen”) und kurz und erfolglos versucht hatte, wieder bei ihren Eltern zu wohnen: Sie bezog ein Apartment auf Manhattans Upper West Side, einer damals, 1976, noch erschwinglichen Gegend. “Es war winzig, es hatte keinen Herd, die Sicherungen brannten immer wieder durch – und ich habe es geliebt.”

Zwei Jahre später, sie war 23 Jahre alt, begann der New Yorker, Arbeiten von ihr zu drucken. Es war der Beginn einer Karriere, die sie selbst nicht für möglich gehalten hatte. Ihr Erfolg hat sicher mit ihrem ängstlichen, außenseiterhaften Blick auf die Umwelt zu tun, dem als verrückt erscheint, was anderen normal vorkommt – und umgekehrt. Aus dieser Diskrepanz beziehen ihre Cartoons Witz und Energie. “Es gibt andere jüdische Frauen”, sagt ihr langjähriger Cartoon-Redakteur Bob Mankoff, “die ihre Schticklech haben, ihre neurotischen Ticks. Aber nur sie ist so genial, daraus eine ganze Welt von Humor zu gestalten.”

Dazu kommt ihr scheinbar kunstfreier Stil, der immer noch weitab von allem steht, was als Könnerschaft gilt. “Da ist ein Widerspruch”, sagt einer ihrer Bewunderer, der Wiener Cartoonist Rudi Klein, “zwischen ihren Zeichnungen, die von einer Zwölfjährigen stammen könnten, und den Inhalten, die unglaublich klug sind.” Als weird und quirky, schrullig, beschreiben Kritiker ihre Arbeit, und es ist immer ein Kompliment.

Roz Chast selber schreibt ihren Erfolg auch ganz einfach der Stadt zu: “Manhattan sagte mir: Probier’s einfach! Es gibt hier so viele Leute wie dich, Weirdos, die sich nicht anpassen und sich neu erfinden wollen, und deswegen kommen sie her. Ich denke, das ist einer der Gründe, warum ich die Stadt so liebe.”

Ihre Cartoons und Comics füllen inzwischen etliche Bücher. Der bisher größte Erfolg war Can’t We Talk About Something More Pleasant?, ein Erinnerungsband, den sie über die letzten Jahren und den Tod ihrer Eltern schrieb und zeichnete und der auch auf Deutsch erschien. (Das ALBUM berichtete im August 2015.)

In dem Buch klang an, was ihr Leben in den vergangenen Jahrzehnten bestimmt hat, die Spannung zwischen der Herkunft, der man entflieht, dem Familienleben, das man sich einrichtet, und den Wunscherfüllungen, die man sich gönnt. Brooklyn, Connecticut, Manhattan, nur eineinhalb Stunden und doch Welten voneinander entfernt. Mit ihren Wurzeln wollte sie nichts mehr zu tun haben, sagte sie schon vor Jahren. Going Into Town liest sich wie ein spätes Manifest ihrer Emanzipation. Doch nun hatte Roz Chast wieder ein Problem.

Der Vertrag mit ihrem Verlag bezog sich auf zwei Bücher. Nach Manhattan sollte sie einen ähnlichen Wurf über Brooklyn abliefern, wieder eine Chast-Mischung aus Stadtführer und persönlicher Sicht der Dinge, weird & quirky.

“Ich wollte dieses zweite Buch nicht schreiben”, sagt sie, “ich hab meiner Agentin schon gesagt: Geben wir dem Verlag das Geld zurück, ich mach das nicht. Aber es hat sich herausgestellt, dass ich es eigentlich doch tun will.” Wir sitzen in einem Studio-Apartment in ihrer früheren Gegend, der Upper West Side, unweit des bekannten und berüchtigten (John Lennon!) Dakota-Gebäudes, in einer Wohnung, die sie sich aufgrund des Erfolgs ihres letzten Buchs leisten kann. Sie sei bewusst hierhergezogen und nicht in den anderen Stadtteil jenseits des East River. “Und ich habe immer noch Angst, dass ich dort wieder aufgesaugt werde. Nur, seit meine Eltern tot sind, ist diese Furcht geringer geworden.”

Ich verstehe, dass Roz nicht die Hipsterviertel Williamsburg, Bushwick, Greenpoint, Red Hook usw. groß herausstreichen will. Es geht ihr mehr um das, was sie “deep Brooklyn” nennt, um die alten, anonymen Nachbarschaften weit weg von Manhattan, die von den jetzt modischen überstrahlt werden. Dorthin machen wir uns auf.

Sie zeigt mir die ruhige Mittelschichtgegend, in der sie aufgewachsen ist. Was ihr rückblickend am meisten aufstößt, ist, wie isoliert sie damals war, und nicht nur sie. “Ich hatte eine gute Schulfreundin, die eines Tages wegzog, nach Canarsie (ein anderer Teil von Brooklyn), und ich hab sie nie wiedergesehen.” Vor kurzem habe sie nachgeschaut, wie weit Canarsie eigentlich entfernt liegt, und festgestellt, dass es ungefähr vier Meilen sind, mit dem Auto hätte man in einer Viertelstunde dort sein können. “Aber für mich war’s damals, als wäre sie nach China gezogen.” Man verließ einfach nicht die Neighborhood, rundherum war fremdes Land, auf der einen Seite die Italiener, weiter drüben waren Norweger, dort die Schwarzen, und man ist nirgends hingegangen, und die anderen sind auch nicht hergekommen.

Wir fahren weiter, Richtung Atlantik, in ganz andere Gegenden. Ich merke, dass Roz wirklich dieser Person ähnelt, die sie in ihren Arbeiten karikiert: Kaum steigen wir aus, ist sie verloren und hat keine Ahnung, wo es weitergehen soll. Dafür sieht sie gleich Läden voll fantastischem Kitsch, verwegene Stucco-Palazzi, einen roten Rennwagen, der im Vorgarten parkt, Kioske mit Zeitungen in rätselhaften Sprachen – alles Rohmaterial für das neue Buch. “Mehr als zweieinhalb Millionen Leute leben hier”, sagt Roz, als ob sie es selber nicht glauben kann. “Wir fahren zehn Straßen weiter und sind in einem anderen Land. Wo gibt es das noch?”

Noch hat sie keine Zeichnungen gemacht, nur immens viele Fotos als visuelle Memos. Wenn ich ihr zusehe, wie sie, statt wie befürchtet aufgesaugt zu werden, selber aufsaugt, wie sie mit der naiven Begeisterung einer, ja: Zwölfjährigen alles um sich herum wahrnimmt und zugleich scharfsinnig kommentiert, wie sie das Verrückte einer neureichen Reihenhaussiedlung sieht und die Poesie auf dem Tisch eines überdrehten Diners (Two Huge Hot Dogs and a Knish), dann lässt sich das neue Buch in Umrissen erahnen.

Es wird anders geraten als Going Into Town, weniger eine beschwingte Liebeserklärung, eher eine Vermessung, bei der sie im Tagbau Schichten ihrer Erinnerung abträgt. “Wenn ich tiefer in Brooklyn eindringe, so wie wir heute”, sagt Roz, “dann hab ich das Gefühl, ich hab vieles schon in Träumen gesehen, und das vermischt sich mit der Wirklichkeit.”

Träume sind ihr wichtig, sie denke, sagt sie, vielleicht mehr über sie nach, als sie sollte. “Für mich sind sie ein seltsamer Zustand meines Bewusstseins.” Roz Chast wird diesen Zustand in ein Buch übersetzen. Es wird wohl wieder ein sehr ungewöhnlicher Stadtführer sein. (Michael Freund aus New York, Album, 25.11.2017)

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