15 Taboos About One Bedroom Pool Villa Seminyak You Should Never Share On Twitter | one bedroom pool villa seminyak

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Luxus macht faul und pingelig. Sie glauben mir nicht? Dann verbringen Sie mal einige Tage in einem Edelresort. Zum Beispiel im „Maia“ auf den Seychellen. Hier gibt es keine Rezeption. Ankommende werden von einem Butler empfangen, der sämtliche Formalitäten erledigt.

W Bali Seminyak Villa | Marvelous Pool Villa
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Maca Villas & Spa Bali | one bedroom pool villa seminyak

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The Samaya Seminyak – Bali – 1 Bedroom Pool Villa | one bedroom pool villa seminyak

Die Gäste mieten ein ganzes Anwesen: eine Villa direkt am Privatstrand. Mit riesigem Außenpool, mit einer Gartenlaube so groß wie eine Zweizimmerwohnung, mit einem tropischen Garten voll mit exotischen Früchten. Und mit einem 24-Stunden-Butlerservice.

In den nächsten Tagen kümmert sich Kamini um mich, eine indische Schönheit. Sie ist meine private Butlerin und rund um die Uhr für mich da.

„Sir Fabian, soll ich Ihnen ein Blütenbad einlassen? Darf ich Ihnen Champagner kühl stellen? Ist es Ihnen nach einem frisch gefangenen Lobster?“ Bedingungsloses Dienen. Das ist das Konzept.

Nicht jedermanns Sache, ich komme mir komisch vor. Nicht dass ich Luxus nicht genießen könnte. Aber das Kolonialgefühl, das einen hier beschleicht, liegt mir nicht. Zumal eine Nacht hier bis zu 2700 Euro kostet. Einheimische müssen dafür im Schnitt drei Monate arbeiten.

„Kamini“, sage ich, „du kannst ein paar Tage entspannen, ich komme hier ganz gut allein zurecht.“ Die Inderin schaut mich entgeistert an. Ich erinnere mich an einen Tipp im Resort-Prospekt: Wer ungestört sein will, hängt eine hohle Kokosnuss ans Villa-Eingangstor. Das mache ich erst mal.

Die 30 „Maia“-Villen mit je 250 Quadratmetern liegen auf der Hauptinsel Mahé, unweit der Hauptstadt Victoria. Auf jeden Gast kommen mehrere Angestellte. Allein 18 Vollzeitgärtner kümmern sich um die tropische Gartenlandschaft.

Auf Wunsch der Gäste werden ausländische Produkte wie Kamelmilch, Schweizer Käse und Spezialweine eingeflogen. Stimmt die Bezahlung, hat das „Maia“ fast alles im Angebot: Inselhopping mit dem Helikopter, eine eigene Perle züchten, die man nach ein paar Jahren abholen kann, oder in den Indischen Ozean hinausfahren und Haie markieren – zu Forschungszwecken.

„Deutschsprachige Gäste haben oft Mühe mit dem Privatbutler“, beruhigt mich Karl mit einem professionellen Lächeln. Er ist der Resident Manager. Ein bulliger Typ Ende dreißig, auf der Nachbarinsel geboren, in Rom aufgewachsen.

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„Doch die Osteuropäer und die Besucher aus dem Nahen Osten sind ganz heiß auf den Butlerservice“, sagt er. Dafür seien Deutsche und Schweizer sehr angenehme Gäste, „sie beklagen sich selten“. Andere Kunden würden manchmal sogar das Wetter beanstanden.

Um vier Uhr nachmittags klopft Kamini ans Eingangstor – trotz Kokosnuss. Sie bringt mir einen frischgepressten Mango-Passionsfrucht-Saft. „Geht es Sir Fabian auch wirklich gut?“

„Whatever, whenever, wherever“ lautet das Resort-Motto. Alles, wo und wann man es will. Einmal, so erzählt Karl, habe ein Geschäftsmann aus Singapur nachts um drei ein Viergangmenü bestellt. Die Koch-Crew musste geweckt werden.

Als der Butler das Gericht servierte, schob es der Geschäftsmann angewidert zur Seite. Er hatte sich den Magen inzwischen mit einem Käsekuchen aus der persönlichen Villa-Bar vollgeschlagen.

Am Abend entscheide ich mich für ein Nachtessen im Resort-eigenen Luxusrestaurant. Obwohl es noch immer knapp 30 Grad heiß ist und die hohe Luftfeuchtigkeit mir den Schweiß aus den Poren drückt, trage ich lange Hosen und Hemd. Der Dresscode.

Dumm nur: Ich bin der Einzige, der sich daran hält. Eine Gruppe reicher Russen kommt in tropfenden Badehosen und abgewetzten Flipflops, ein junger Japaner im Donald-Duck-Shirt.

Wirklich Reiche machen, was sie wollen. Ich merke es mir. Der frische Fisch schmeckt trotzdem vorzüglich. Doch schon beim Zubettgehen habe ich neue Sorgen: An welchem der Marmor-Lavabos mit Goldhahn soll ich die Zähne putzen?

Und vor allem: Wo zum Teufel ist der Schalter, mit dem man das Licht abschaltet, das den Ventilator an der fünf Meter hohen Schlafzimmerdecke beleuchtet? Ferien im „Maia“ bringen die Probleme eines britischen Großgrundbesitzers mit sich.

Das Erste, was am nächsten Morgen durch die Villa-Vorhänge schimmert, ist Kamini in der Morgensonne. Sie liest die abgefallenen Palmblätter vom Rasen, fischt die Hibiskus-Blüten aus dem Pool. „Guten Morgen Sir Fabian, darf ich Sie zum Frühstück fahren?“ Im Resort werden Gäste in einem Golfwägelchen herumchauffiert. Ich gehe lieber zu Fuß. Sind ja nur ein paar Meter.

Beim Frühstück sehe ich zwei jungen Einheimischen beim Surfen zu. Doch nach wenigen Minuten werden sie von einem Resort-Angestellten höflich weggeschickt. Exquisite Weltabgeschiedenheit. Von der Welt da draußen bekommen die meisten Gäste nichts mit.

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Von den schrottigen Dörfern, den staubigen, afrikanischen Straßen, den dürren Hühnern und lebensfrohen Inselbewohnern. Dabei sind die Seychellen eine sichere Feriendestination: keine giftigen Tiere, keine Kriminalität, keine Wirbelstürme. Tropen für Anfänger – verlassene Traumstrände inklusive.

Die anderen Gäste bekommt man nur selten zu Gesicht. Genau das, was Gregory hier so schätzt. Der Russe, 38, ist mit seiner Frau schon zum zweiten Mal im Resort. „Von keiner Villa aus sieht man bis zur anderen, und trotzdem ist die Aussicht überall atemberaubend“, schwärmt er und wischt über sein iPad. Dafür zahle er gern auch etwas mehr.

Ein bisschen kann man ihn verstehen – zumal man sich an die angenehmen Seiten des Daseins in diesem Refugium schneller gewöhnt als gedacht. Ein chinesischer Gong weckt mich. Ich muss eingeschlafen sein während der Massage im Spa.

Es riecht nach Zitronengras und Zimt, draußen stürzt ein Tropenregen nieder. Zurück in der Villa frage ich mich, warum Kamini den frischgepressten Vier-Uhr-Saft noch nicht gebracht hat. Und in der Früchteschale fehlt die Sternfrucht.

Die Kokosnuss habe ich seit einem Tag nicht mehr am Eingangstor hängen. Ab und zu brauche ich ja schon mal was. Und gegen ein Glas Champagner in der Abendsonne ist ebenfalls nichts einzuwenden. Kamini macht das ja gerne für mich.

Um acht Uhr bin ich bereit für das Abendessen. Die kurzen Hosen sind noch etwas sandig, aber das stört sicher niemanden. Fünf nach acht: Noch immer keine Spur von Kamini und dem Golfwägelchen. Ich klingle noch mal. Zwei Minuten später kommt sie endlich, entschuldigt sich. „Ich würde jetzt gerne ins Restaurant“, sage ich, „Sir Fabian hat Hunger.“

Quelle: Infografik Die Welt

Anreise: Zum Beispiel mit Emirates von vier deutschen Flughäfen via Dubai nach Mahé; Strecken nach Dubai überwiegend im Airbus A380, Media Oder von Frankfurt aus nonstop mit Condor, Media

Unterkunft: „Maia Luxury Resort & Spa“, Mahé, ab 1880 Euro pro Nacht inkl. VP und Butlerservice, Media

„Raffles Resort“ auf der Insel Praslin, One & Two Bedroom Villas ab 797 Euro inklusive Frühstück und Butlerservice, Media

„North Island“, Luxusinsel mit 11 Villen, hier haben Prinz William und Catherine ihre Flitterwochen verbracht, ab 3050 Euro pro Person/Nacht inklusive Speisen, Getränken, Butlerservice, Media

Auskunft: Seychelles Tourism Board, seychelles.travel

Tipp der Redaktion: Die Seychellen haben ganzjährig ein warmes, tropisches Klima. Die Lufttemperaturen sinken fast nie unter 24 Grad Celsius, die Wassertemperaturen selten unter 26 Grad. Optimale Tauchsaison: September bis Dezember und März bis Mitte Mai.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Emirates. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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